Aus der Geschichte von Altfalter


Ortsname

Mit dem Wort "alt" im heutigen Sinn hat der Name Altfalter nichts zu tun. Es wäre für einen Ortsnamenforscher schwierig, den Namen Altfalter zu deuten, wenn es bei dieser Arbeit nicht üblich wäre, auf die erste Schreibweise zurückzugreifen; denn es ist bekannt, daß viele Ortsnamen im Laufe der Jahrhunderte Änderungen erfahren haben. Im Jahre 1136 ist im Ensdorfer Traditionsbuch als Zeuge ein Otto de Affolter genannt, und der gleiche Name steht als Zeuge im Reichenbacher Traditionsbuch um 1150. Affolter war der erste Name für unseren Ort. Der Apfelbaum, der im Althochdeutschen "affoltra" heißt, ist Pate gestanden bei unserem Ortsnamen. Die Ansiedlung heißt also "bei den Apfelbäumen". Im Jahre 1205 lesen wir dann Affalter, um 1459 wurde ein "f"zu "l", so daß Alphaltar entstanden ist. Im Jahre 1808 war die Schreibweise Allfalter, und 1838 machte man aus dem zweiten "l" ein "t". So kam es zum heutigen Ortsnamen Altfalter, der in dieser Form noch keine 150 Jahre alt ist. Der Volksmund kennt das eingeschmuggelte "t" nicht. Das oben erwähnte Jahr 1136 stellt nicht das älteste geschichtliche Datum von Altfalter dar; Heimatgeschichtsforscher haben das Jahr 1133 auf einem Schriftstück entdeckt, das ebenfalls im Zusammenhang mit dem Kloster Ensdorf ausgestellt worden ist. Aber in diesem Jahr ist in Altfalter nicht die erste Wohnstätte gebaut worden, sondern das dürfte schon einige Jahrhunderte früher erfolgt sein. Um 700 n. Chr. ist nämlich in unserer Gegend die Besiedlung erfolgt, d.h. die Siedler haben sich seßhaft gemacht, das Land bebaut und für ihre Nachkommen zum Teil gerodet. Vorher konnte man von einer Besiedlung nicht sprechen. Doch waren schon in der Jüngeren Steinzeit (3000-1800 v. Chr.) Menschen in unserer Gegend, was durch den Fund einer kleinen Feuersteinpfeilspitze in der Nähe von Auhof nachgewiesen ist. Als sich 1136 ein Otto "von (de) Affolter" nennen konnte, bestand unser Ort schon aus mehreren Wohnstätten. Zu dieser Zeit gab es nur für den Adel neben dem Rufnamen (Taufnamen) einen zweiten Namen, der den Ort ihres Besitzes nannte, also Otto von Affolter. Erst um 1100 legten sich die Bürger der Städte einen zweiten Namen zu, und um 1450 hatte auch der letzte Dörfler einen Beinamen (Familiennamen).

Adelsgeschlechter

Die Herren von Affolter waren die ersten Grundbesitzer, die von ihren Untertanen für die Überlassung von Grund und Boden Zins und Gült erhielten. Neben Otto ist noch ein Wilhelm von Affolter im Jahre 1173 genannt, und 1205 erscheint ein Meingozus von Affalter. Auch noch 1326 taucht das Geschlecht der Affalterer auf: sie besaßen eine Wiese in der Weidig und ein Lehen bei Auerbach. Wir wissen, daß ab 1346 der Altfalterer Besitz geteilt wurde. Das Adelsgeschlecht der Muracher (Niedermurach) erwarb einen Teil von Altfalter, den sie erst nach rund 500 Jahren wieder aus der Hand gaben. Im anderem Teil folgten im Laufe der Jahrhunderte mehrere adelige Geschlechter. Als erste sind uns die Herren von Löschwitz genannt, 1664 erscheint ein Hans Christoph Vollkammer, 1694 ein Johann Friedrich von Sazenhofen, 1720 ein Martin Thomas Janson von der Stock, 1765 starb in Altfalter Johann Michael Franz Adam von Albrecht Freiherr von Albrechtsburg, Theobald Freiherr von Anethan erscheint um 1800 als Besitzer und von ihm ging dieser Teil von Altfalter in bürgerliche Hände bzw. an den Staat über. Über die genaue Aufteilung von Altfalter wird uns erst im Jahre 1809 berichtet. Es ist aber anzunehmen, daß sich im Laufe der Jahrhunderte keine großen Veränderungen ergeben haben. Die Gemarkungsfläche wird gleich geblieben sein, nur die Zahl der Wohnstätten ist gewachsen. Wie die Besitzverhältnisse der 2 Rittergüter in Altfalter im Jahre 1809 waren, hat uns Josef von Destouches in seinem Buche "Statistische Darstellung der Oberpfalz" im VI. Abschnitt "Das Landrichteramt Nabburg" wie folgt mitgeteilt: "Altfalter dem Freiherrn von Murach zugehörig, besitzt 16 Häuser, in denen 67 Seelen wohnen. An Grundbesitz enthält es 68 Tgw. Äcker, 39 Tgw. Wiesen, 100 Tgw. Waldungen und 4 Weiher. An Vieh zählt es 22 Ochsen, 30 Kühe und 31 Rinder. Auf 3 Höfe ist es angeschlagen. Alfalter liegt an dem Alfalter des Freiherrn von Murach und ist eigentlich eine Abteilung jenes Alfalters. Es gehört dem Freiherrn von Anethan und enthält 19 Häuser, welche von 116 Seelen bewohnt werden, 48 Tgw. Äcker, 26 Tgw. Wiesen, 22 Tgw. Waldungen, 6 Tgw. Ödgarten und 1 Weiher sind seine Grundbesitzungen. Ihr Viehbestand besteht in 4 Pferden, 14 Ochsen, 43 Kühen, 28 Rindern und 15 Schafen. Dieses Dorf (die beiden Alfalter) zählt 40 Häuser, davon sind 35 landsassisch und unter diesen sind 3 Häuser von den einschichtigen Gütern zu Weiding und Furthmühl begriffen. Nach dem gemeinen Hoffuß betragen die Güter 2 Höfe." Nach dem Häuser- und Rustikal-Steuer-Kataster von 1808Steuer-Distnkt Allfalter ist es möglich, die Anwesen den einzelnen Rittergütern zuzuordnen. So gehörten zum Rittergut der Muracher die Hausnr.: 7, 9,11,12,19, 23, 24, 27, 29, 30, 33 34, 35, 38, 39, 17. Zum Rittergut des Freiherrn von Anethan: 1,2,3,4,5,6,8,13,15,16,25,26, 40, 42 und 43 (Furthmühle), 44, 45, 28. Ritter Flembach von Altendorf besaß die Häuser Nr.: 10,22,37,41 (Auhof). Hausnummer: 14, 20, 31, 36 hatten die Abgaben an das Landgericht Nabburg zu leisten. Zwei Hofmarksherren, aber nur ein Schloß Zwei Rittergüter gab es also in Altfalter mit 2 Hofmarksherren. Gab es auch zur gleichen Zeit zwei Schlösser in Altfalter? Die Herren von Affolter hatten hier zweifellos ihren Wohnsitz. Zu ihrer und der Untertanen Sicherheit hatten sie vermutlich auf der Bergzunge, wo heute die Kirche steht, eine kleine befestigte Wohnanlage erbauen lassen. Von dieser Stelle aus lag das untere Schwarzachtal bis hinab nach Schwarzenfeld überschaubar vor ihnen, und feindliche Annäherungen waren aus dieser Richtung rechtzeitig auszumachen. Es wird eine kleine Burganlage gewesen sein, zu der auch die Bartholomäuskirche gehörte. Wir haben keine Unterlagen über diesen ersten Wohnsitz der Adeligen. Im Jahre 1910 ist in den Kunstdenkmälern des Königreichs Bayern bei Altfalter nur der Satz zu finden: "Vom ehem. Schlosse ist nichts mehr vorhanden." Es dürfte den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), in dem besonders das Schwarzachtal verwüstet wurde, nicht überstanden haben. Der Baustil des neuen Schlosses, das im Frühjahr 1965 abgebrochen wurde, läßt auf eine Bauzeit um 1700 schließen. Nach dem Geschlecht der Affolterer wohnten hier die oben schon angeführten Adelsgeschlechter, die einen Teil von Altfalter besaßen. Daß dem so ist, bezeugen einige Grabsteine in der alten St. Bartholomäus-Kirche. Der Grabstein von der Maria Anna Freifrau Karg von Bebenburg, gestorben 1809, hat. aber nichts mit dem Altfalterer Besitz zu tun. Sie war die Schwiegermutter des Freiherrn von Anethan. Die Muracher, als die anderen Teilbesitzer, hatten wohl ihren Wohnsitz in Niedermurach. Das Schloß stand dort hinter der Kirche. Grabsteine in der dortigen Kirche künden von ihrem Besitz in Altfalter, die es wert sind, besonders wegen ihrer farbigen Wappen, sie einmal zu besichtigen. Zur Bewirtschaftung ihres Gutes hatten die Muracher in Altfalter eine Hofanlage. Maier nannte man damals den Verwalter eines Grundherrnhofes, der auch die Abgaben der Untertanen an seinen Herrn zu überwachen hatte. Wo dieses Maierhaus stand, können wir nur annehmen. Genaue Aufzeichnungen sind nicht vorhanden. Die Anlage müßte nach dem Steuer-Kataster von 1808 zwischen Anwesen Nr. 30 und 33 gelegen sein, weil die Reihe der Einträge wie folgt lautet: "Karl Freiherr von Murach als Inhaber der Hofmark von Allfalter, der Hofbau nebst einem StadI, ohne Maierhaus. Theobald Freiherr von Anethan als Inhaber der Hofmark Allfalter, das Hofmarkschloß. Das Maierhaus, nebst anderen Gebäuden, der Hofbau, Der Baumannsche 3/4-Hof, der zubauweise besessen wird und mit Wohnhaus und Stalltung versehen ist." Soviel über die Gebäulichkeiten der beiden Hofmarksherren. Ende der Adelsherrschaft Am 29. April 1815 verkaufte Freiherr von Anethan das herrschaftliche Gebäude (Schloß) samt ökonomiegebäuden und Grundstücken. Die Dominikalherrschaft (Grundherrschaft) über seine Hintersassen behielt er aber, was ihm nach wie vor Zins und Gült einbrachte. Erst im Jahre 1848, dem Jahr der "Bauernbefreiung", verschwanden die Grundherrschaften. Der Bauer wurde selbst Eigentümer. Gekauft hat im Jahre 1815 Georg Forster den Besitz, der damals 191,17 Tagwerk umfaßte. Kaspar und Elisabeth Forster verkauften am 31. Mai 1876 den ganzen Besitz mit 187,59 Tagwerk an Ludwig Fischer, Privatier von Schwandorf und Josef Eigner, Eisenwerksbesitzer von Fronberg um die Summe von 65142,86 Mark. Diese verkauften Grundstücke und am 13. Dezember 1880 erwarben die Gebäulichkeiten mit noch 108 Tagwerk Grund Georg und Maria Ramstöck. Auch Karl Freiherr von Murach verkaufte seinen Grundbesitz zwischen 1821 und 1829. Zum größten Teil werden ihn die Altfalterer erworben haben. Schon 1819 war seine Gerichtsbarkeit als Hofmarksherr auf den Staat übergegangen. 1829 hatte er auch keine Einnahmen mehr als Dominikalherr (Grundherr) von den Altfalterern. Der Staat hat ihm dieses Recht um 706 Gulden und 5 Kreuzer abgekauft, wie auch die niedere Jagd schon am 17. November 1825 durch Kauf an den Staat übergegangen war. Karl Freiherr von Murach starb am 21. September 1836 in Neunburg v. W., und mit ihm erlosch das Geschlecht der Muracher. So müßte er es sein, von dem Dr. Ringseis, der große Gelehrte von Schwarzhofen (geboren 1785) erzählte, daß der letzte Sproß des Hauses Murach in London ein lustiges Leben geführt haben soll. Als er die Kunde vom Hinscheiden seines höchst sparsamen Vaters erhielt, eilte er sofort nach Hause. Er ließ sich in die Schatzkammer des Schlosses führen, wo er auf die Fässer voll Gold und Silber klopfte und ausrief: "Freuet Euch, Ihr Allvater, Euer Erlöser ist gekommen!" Er erlöste seine Ahnen so gründlich von ihrem Reichtum, daß er buchstäblich als Verhungernder starb. Im Rahmen dieser Festschrift kann nicht näher auf den gesamten Verkauf der Grundstücke des Freiherrn von Murach eingegangen werden. Nur zwei Verkaufe mögen als Nachweis für den Beginn der Zertrümmerung dienen. Am 1. September 1821 kaufte der Besitzer von Hausnr. 22 folgende Grundstücke vom Freiherrn von Murach um 910 Gulden (in Klammern die jeweilige Plannummer): Krumacker (127 a), Forstwiesackerl (181), Untere Äcker (182), Herrnackerl (291), Mitterwegackerl (335), Bäumlacker (395), Große Triftacker (396). 23 Käufer erwarben das Muracher Holz Pl. Nr. 442, 477, am 1. September 1821 um 2000 Gulden von Freiherrn von Murach. Der Flurname "Muracher Berg" weist noch heute auf den einstigen Besitzer hin. Nichts mit dem Freiherrn von Murach hat der Kauf des ganzen Fürstenbürgerlholzes zu tun. Verkäufer war der Staat am 16. Februar 1804, und erworben haben es 32 Anwesensbesitzer um den Preis von 510 Gulden. Welche Belastungen lagen vor 1848 auf einem Anwesen? Auch die Altfal-terer mußten wie alle ihrem Grundherrn ständige Abgaben (Steuern) entrichten und sonstige Leistungen (Scharwerk = Hand- und Spanndienste) vollbringen. Im Rahmen dieser Festschrift soll nur ein Anwesen (6 Tagwerk Grund) von Altfalter herausgegriffen werden, das jährlich folgendes zu leisten hatte: Grundzins 33 Kreuzer 6 Heller Michaelizins 15 Kreuzer 1 Henne in natura, oder dafür nach Wahl der Gutsherrschaft 10 Kreuzer 5 Pfund Flachs und Werg spinnen oder dafür zahlen 22 Kreuzer 4 Heller In der Ernte 6 Tage Getreideschneiden gegen Kost und 6 Kreuzer pro Tag in Geld oder dafür zahlen 45 Kreuzer Außerdem kamen noch vor: Botengänge für die Herrschaft zu machen, bei vorkommenden Bauten an herrschaftlichen Gebäuden Handscharwerk zu leisten. Zu diesen Abgaben an den Grundherrn kam als größere Leistung noch der Zehent, den größtenteils die Kirche vereinnahmte. Wissenswertes über die politische Gemeinde Altfalter Die heutigen Rural(=Land)gemeinden gehen auf eine Verordnung der bayer. Regierung vom 17. Mai 1818 zurück. Die Vorarbeit zu dieser gliederung geschah schon im Jahre 1808 durch die Bildung der Steuerdistrikte (=Bezirke). Die Einführung der Hausnummern und die Durchführung der Landesvermessung waren die weiteren Maßnahmen. Der Steuerdistrikt Altfalter vom Jahre 1808 umfaßte die Orte Altfalter, Rieht, Furthmühle und Auhof. Eine Landgemeinde mußte nach der Verordnung mindestens 20 Familien haben. Ein Schriftstück im Staatsarchiv, angefertigt am 26. September 1818, beweist; daß der Geburtstag der Gemeinde Altfalter vor diesem Datum liegt. In diesem Schreiben ersucht das Preiherrl. Anetanische Patrimonalgericht Altfalter das Landgericht, die Belohnung für die "gewählten Gemeindeverwaltungs-individuen", nämlich für den Gemeindevorsteher, den Pfleger, die Bevollmächtigten und den Gemeindeschreiber festzulegen. Altfalter, Furthmühle und Auhof bildeten 1818 das Gemeindegebiet Altfalter, Rieht wurde zur Gemeinde Weiding geschlagen. Die Gemarkungsfläche der Gemeinde Altfalter umfaßte 400 Hektar. Die Ausdehnung der ehemaligen Gemeinde Altfalter (1818-1970) ist aus der nachstehenden Kartenskizze ersichtlich. 1818 gab es in der Gemeinde 44 Gebäude(=Haus)nummern, einschl. Kirche und Schulhaus, bis 1900 waren es 47, und 1913 wurde die Hausnummer 50 vergeben, 1938 war die Zahl 57 erreicht, von 1949 bis 1951 stieg die Zahl auf 66. Die Pfarrkirche St. Josef erhielt im Jahre 1959 die Gebäudenummer 76 und die neue Volksschule im Jahre 1966 die Nr. 82, das neue Lehrerwohnhaus die Nr. 83. Die Hausnummer 109 in der ehemaligen Gemeinde Altfalter zu Ende des Jahres 1977 beweist, daß besonders in den letzten 11 Jahren eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen ist. Die Wohnhäuser auf dem Kirchberg - der erste Bauplatz dort wurde von der Gemeinde 1968 verkauft - und am Nordhang des Pfarrerberges sind in erster Linie Zeugen dafür. Auch Furthmühle ist gewachsen und weist heute 6 Hausnummern auf, und zwar die Nr. 42, 43, 52, 67, 72, 97. Unverändert blieb die Hausnummer 41 für Auhof. Die Einwohnerzahlen der Gemeinde Altfalter zeigen große Schwankungen. Aber nicht Pest und Kriege waren die Ursache, sondern die Abwanderung in Städte mit aufblühender Industrie und die Auswanderung nach Amerika, die besonders um 1850 einsetzte. Für die Gemeinde Altfalter (Altfalter, Auhof, Furthmühle) sind folgende Einwohnerzahlen festgehalten: 1840 352 1885 340 1933 265 1852 314 1890 321 1939 274 1855 309 1895 322 1946 370 1861 341 1900 284 1950 361 1867 306 1905 271 1952 348 1871 309 1910 260 1961 349 1875 310 1919 264 1970 378 1880 325 1925 261 1977 406 Im Jahre 1939, vor Beginn des 2. Weltkrieges, gab es in der Gemeinde 39 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, wovon 13 mehr als 10 Hektar Besitz hatten. Der Viehbestand betrug in diesem Jahr 1939: 8 Pferde, 249 Stück Rindvieh, 164 Schweine, 5 Ziegen und 786 Hühner. Am 1. Januar 1971 schloss sich die Gemeinde Weiding mit den Orten Weiding, Richt, Dietstätt, Sindesberg und Sattelhof der Gemeinde Altfalter an. Um 635 Hektar stieg dadurch das Gemeindegebiet auf 1035 Hektar. Aber schon nach 4 Jahren endete die Selbständigkeit der Gemeinde Altfalter. Am 31. August 1974 beschieß der Gemeinderat die Eingemeindung in die Gemeinde Schwarzach zum 1. Januar 1975. Ein Gemeinderatsbeschluss vom 16. Juni 1973 hatte die Eingemeindung erst zum 31. Dezember 1975 vorgesehen. Durch den Tod des damaligen 1. Bürgermeisters Josef Schrott am 1. August 1974 wurde die Zusammenlegung vorgezogen. Im ehemaligen Landkreis Nabburg sind von 42 Gemeinden im Jahre 1939 zum 1. Mai 1978 noch 11 Gemeinden übriggeblieben. Die Gebietsreform von 1970-1978 in Bayern hat auch eine Neugliederung der Landkreise gebracht. Seit 1. Juli 1972 bilden die ehemaligen Landkreise Burglengenfeld, Nabburg, Neunburg v. W., Oberviechtach, Teile des Landkreises Roding und die ehemalige kreisfreie Stadt Schwandorf den heutigen Landkreis Schwandorf. Bis 31. Dezember 1875 wurden Geburten, Trauungen und Sterbefälle nur beim Pfarramt registriert. Am 1. Januar 1876 wurden die Standesämter eingeführt, und eine kirchliche Trauung darf erst vorgenommen werden, wenn das Standesamt die Ziviltrauung bestätigt hat. Zum Standesamt Altfalter gehörten die Gemeinden Altfalter und Weiding. Durch Entschließung der Regierung der Oberpfalz vom 5. Dezember 1967 wurde das Standesamt Schwarzach in den Standesamtsbezirk Altfalter eingegliedert. Am 1. Januar 1975 kam das Standesamt Altfalter zum Standesamtsbezirk Schwarzenfeld. Von den Gemeindevorstehern der Jahre 1818-1869 ist uns nur ein Name bekannt: Michael Kopf, Hausnr. 12, hat im Jahre 1838 als Gemeindevorsteher die Liquidationsprotokolle unterzeichnet. Seit 1870 heißt der Gemeindevorsteher Bürgermeister und der Gemeindeausschuß ab 1918 Gemeinderat. Es ist uns nicht bekannt, ab wann Kaspar Forster, der Schloßbauer von Hausnr. 31 Bürgermeister bzw. vorher vielleicht schon Gemeindevorsteher war. Durch den Verkauf seines Besitzes und seinen Wegzug von Altfalter schied er am 3. Juni 1876 als Bürgermeister aus. Als Bürgermeister folgten: 1876 -1881 Kopf Simon, f 6. Januar 1901 1881 -1887 Luber Johann, + 12. März 1898 1888 -1912 Wegerer Johann, + 4. April 1927 1912 -1933 Ramstöck Georg, f 10. August 1933 1933 Wegerer Simon, f 5. August 1933 1933 -1945 Schrott Wolfgang, + 17. März 1949 1945 Lacher Josef, kommissarisch 1945 -1948 eingemeindet nach Schwarzach 1948 Lacher Josef, + 29.Januar 1949 1949 -1961 Scheuerer Michael, Auhof, + 28. August 1961 1961 -1974 Schrott Josef, +1. August 1974 Vom 1. August 1974 bis 31. Dezember 1974 führte der 2. Bürgermeister Josef GradI, Hausnr. 14, die Geschäfte des 1. Bürgermeisters.

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